Jahresabschluss 2020

Liebe Freundinnen und Freunde der Kinder-Direkthilfe Korschenbroich,

in unserem Frühjahrsbrief hatte ich über absehbare Auswirkungen geschrieben, die der Ausbruch der Covid-19 -Pandemie auf unsere Bemühungen haben würde. Es gibt einige bedauerliche Konsequenzen, die sich bestätigt haben. Insbesondere die lähmende Unsicherheit, welche Aktionen planbar und welche sinnvoll sind, machen uns zu schaffen. Es bleibt für viele Vorhaben nur das Abwarten auf entspanntere Zeiten, gerade auch durch die wieder besorgniserregende Situation und Entwicklung in unserem Land. Es bleibt aber auch die Verpflichtung, die Unterstützung und Entwicklung der Arbeit für die Kinder im Centre for Child Development so gut wie möglich abzusichern und weiterzuführen.

Dennoch gibt es auch ermutigende Ergebnisse und Entwicklungen. Da ist zunächst die Tatsache, dass alle Kinder und auch die MitarbeiterInnen bisher gesund geblieben sind und die Situation im CCD mit den möglichen Vorsorgemaßnahmen sicher gestaltet werden konnte. Gottseidank sind insgesamt die Infektionszahlen in Ghana bis jetzt erfreulich niedrig geblieben, wenngleich die statistische Erfassung sicher auf der Basis anderer Standards erfolgt.
Sehr gefreut haben wir uns über die Reaktionen unserer Spender auf die befürchteten Einnahmeausfälle im Zusammenhang mit dem ausgefallenen Schützenfest. Viele haben positiv auf die Bitte um Unterstützung reagiert, und auch die Schützenbruderschaften haben mit der tollen Idee eines „virtuellen Schützenfestes“ einen bedeutenden Teil der Mindereinnahmen kompensiert. Da haben wir eine ermutigende Solidarität gespürt und erfahren.
Allen, die uns mit Großherzigkeit und Engagement unterstützt haben, ein großes Dankeschön!

Gleichwohl wollen wir die Pläne im Auge halten, deren Umsetzung sich nun verzögert. So musste das Projekt des neuen Hauses für die zahlreicher werdenden Straßenkinder in Bolgatanga erneut verschoben werden, weil die wirtschaftliche Perspektive riskanter geworden ist. Wir hoffen sehr, dass wir dieses wichtige Ziel mit Ihrer Hilfe im nächsten Jahr dennoch angehen können.

Für Sie und Ihre Angehörigen und Freunde wünsche ich, dass Sie die schwierige Zeit so gut es geht gestalten und ertragen können. Und ich wünsche Ihnen, dass, bei allen Einschränkungen, die vorweihnachtliche Zeit dennoch die Hoffnung lebendig werden lässt, die wir mit dem Geburtsfest des Christkindes verbinden – gerade in diesem Jahr und gegen alle Befürchtungen und Widrigkeiten.

Mit Herzlichen Dank für Ihre Spende wünsche ich Ihnen Gesundheit, Zufriedenheit und Zuversicht und ein besseres Jahr 2021!

Herzliche Grüße

Karl-Heinz Göris

Unges Pengste virtuell – mit ganz realen Wirkungen!!

Einem Schützen mitteilen zu müssen: „In diesem Jahr findet kein Schützenfest statt“ löst bei allen die sich ihren Jahresablauf nur in den zwei Hälften vor und nach Pfingsten denken, eine Maximalenttäuschung aus. Das betrifft dann nicht nur die unmittelbar Betroffenen in den Königs- und Ministerzügen, die sich seit dem erfolgreichen Vogelschuss auf dieses Fest gefreut und vorbereitet haben; es trifft die Engagierten in den Vorständen und im Pfingstausschuss. Es trifft die im Hintergrund Aktiven, die sich um die zahlreichen Themen und Aufgaben das ganze Jahr über kümmern, damit alles seinen geordneten und vertrauten Ablauf nehmen kann. Und es trifft die große Gemeinschaft der Schützenbrüder in unseren beiden Bruderschaften.

Auch uns bei der Kinder-Direkthilfe Korschenbroich hat es in unseren Planungen und Vorbereitungen jäh getroffen. Für „Unges Pengste 2020“ hatten wir den Bischof von Bolgatanga und zwei seiner Mitarbeiter eingeladen. Sie sollten als Gäste die kaum erklärbare Wirklichkeit unseres Schützen- und Heimatfestes hautnah miterleben und hatten sich schon so auf dieses Event gefreut. Die Flüge waren gebucht und die grobe Ablaufplanung für die Woche mit unseren Freunden hatte schon recht konkrete Formen angenommen.
Alles vergebens nach dem Ausbruch der Pandemie.

Dann haben kreative Menschen im Vorstand der Bruderschaften doch eine großartige Aktion aus dem Hut gezaubert. Vorfreude und Freude sind sicherlich kaum zu kompensieren, aber man hatte die Möglichkeit hin und wieder eine Vorstellung von der vermissten Realität symbolisch herbeizuführen: Das „Virtuelle Schützenfest“ wurde ausgerufen. d.h. man konnte am Bildschirm ein Bier oder eine Currywurst bestellen, oder einige weitere „Trostartikel“ erwerben. Statt Bier oder Currywurst gab es allerdings nur eine Lastschrift aufs eigene Konto. Das Ganze führte zu einem großartigen Ergebnis zugunsten der Kinder-Direkthilfe Korschenbroich.